Fassade

Montagesysteme für Fassaden – vertikale Solarmontage als Chance

Die senkrechte Installation von Solarmodulen an Gebäudewänden ist platzsparend, architektonisch ansprechend und nutzt ungenutzte Flächen effizient – zusätzlich bietet sie Schutz vor Witterungseinflüssen. Damit schaffen Sie neue Energiepotenziale an Privat- und Gewerbeimmobilien.

In dieser Kategorie finden Sie u. a. Aluminiumrohr 3.000 mm, Blitzschutzklemmen, verstellbare Edelstahl-Dachhaken, KLIX-Endklemmen 30 mm, Mittelklemmen 26 mm, Hammerkopfschrauben, Kabelclips Rail sowie Potentialausgleichklemmen.

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PV-Fassadenmontage: Ratgeber für vertikale Solarinstallationen

Die Fassade als Standort für Photovoltaik-Module gewinnt zunehmend an Bedeutung – besonders bei Gewerbeimmobilien, Mehrfamilienhäusern und modernen Wohngebäuden. Wenn das Dach bereits belegt, ungünstig ausgerichtet oder statisch begrenzt ist, bieten Fassadenflächen eine attraktive Alternative. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was bei der Montage von PV-Anlagen an Fassaden zu beachten ist und welche besonderen Vorteile diese Installationsart bietet.

Warum Fassaden-PV? Die Vorteile vertikaler Module

Fassadenmontierte Solarmodule erschließen Flächen, die sonst ungenutzt blieben. Anders als bei Dachanlagen bieten Fassaden-Installationen mehrere spezifische Vorteile:

  • Zusätzliche Flächen: Wenn das Dach bereits belegt oder ungeeignet ist
  • Winterertrag: Vertikale Module fangen die tief stehende Wintersonne optimal ein
  • Schneefreiheit: Schnee rutscht sofort ab, keine Schneelasten oder Ertragseinbußen im Winter
  • Architektonische Integration: Module als gestalterisches Element der Gebäudehülle
  • Gebäudeschutz: Zusätzlicher Wetterschutz für die dahinterliegende Fassade
  • Energieeffizienz: Verschattung reduziert sommerliche Wärmelasten (natürliche Klimatisierung)
  • Bessere Zugänglichkeit: Wartung und Reinigung einfacher als auf Dächern

Wann lohnt sich Fassaden-PV besonders?

Fassadenanlagen sind besonders attraktiv bei:

  • Süd- oder Südwestfassaden mit wenig Verschattung
  • Mehrgeschossigen Gebäuden mit großen Fassadenflächen
  • Neubauten, wo die Integration bereits in die Planung einfließt
  • Kombination mit Dachanlage für ganzjährig ausgeglichene Produktion
  • Balkonbrüstungen und Geländern

Befestigungstechnik für Fassaden

Die Montage an Fassaden erfordert robuste Befestigungssysteme, die verschiedene Fassadentypen berücksichtigen. Der bewährte Edelstahl-Dachhaken mit 3-fach-Verstellbarkeit eignet sich hervorragend auch für die Fassadenmontage und bietet maximale Flexibilität bei der Ausrichtung und Höhenanpassung.

Montage auf verschiedenen Fassadentypen

Massive Wände (Mauerwerk, Beton):

Bei massiven Fassaden erfolgt die Befestigung mit Schwerlastankern und Abstandhaltern. Die verstellbaren Dachhaken werden auf eine Unterkonstruktion montiert, die mit chemischen Ankern oder Schwerlastdübeln in der Wand verankert ist. Dies ermöglicht eine präzise Ausrichtung und schafft den notwendigen Abstand zur Wand für Hinterlüftung.

Hinterlüftete Fassaden:

Bei hinterlüfteten Fassadensystemen erfolgt die Befestigung direkt an der tragenden Unterkonstruktion. Dies erfordert eine genaue Vermessung der Lattung oder Aluprofile. Die Montage ist hier einfacher, da die Befestigungspunkte bereits vorhanden sind.

Vorgehängte Fassaden:

Bei vorgehängten Fassadensystemen können die PV-Module teilweise direkt in das bestehende Fassadensystem integriert werden. Hier ist eine enge Abstimmung mit dem Fassadenhersteller erforderlich.

Unterkonstruktion und Schienensystem

Ähnlich wie bei Flachdach-Installationen kommen auch bei Fassaden Aluminiumprofile zum Einsatz. Für die horizontale oder vertikale Schienenführung eignen sich die robusten Profile aus unserem Sortiment. Die Verbindung mehrerer Profile erfolgt mit stabilen Schienenverbindern für durchgehende Trägerkonstruktionen.

Statik und Windlasten: Besondere Anforderungen

Fassadenmontagen sind deutlich höheren Windlasten ausgesetzt als Dachanlagen. Die Module stehen exponiert und müssen sowohl Sogkräfte (Wind zieht an der Rückseite) als auch Druckkräfte (Windanprall von vorne) aufnehmen können.

Kritische Faktoren bei der Statik

  • Gebäudehöhe: Je höher das Gebäude, desto größer die Windlasten
  • Exponierte Lage: Freistehende Gebäude sind stärker belastet als innerstädtische
  • Gebäudekanten: An Ecken und Kanten treten erhöhte Windlasten auf
  • Modulformat: Größere Module haben höhere Windangriffsflächen

Eine statische Berechnung durch einen Fachingenieur ist bei Fassadenanlagen unerlässlich. Diese berücksichtigt alle Lastfälle und gibt Ihnen Sicherheit für die gesamte Anlagenlebensdauer.

Modulausrichtung und Ertrag

Vertikale Module erzielen nicht den gleichen spezifischen Ertrag wie optimal geneigte Dachmodule – dafür bieten sie andere Vorteile:

Ertragscharakteristik bei Fassaden

  • Jahresertrag: Ca. 60-70% im Vergleich zu 30° geneigten Modulen
  • Winterertrag: Deutlich höher als bei Dachmodulen (tief stehende Sonne)
  • Sommerertrag: Geringer als bei Dachmodulen (hohe Sonne)
  • Tagesverlauf: Frühe und späte Produktion bei Ost-/Westfassaden

Optimale Ausrichtungen

Ideale Fassadenausrichtungen sind:

  • Südfassaden: Höchster Gesamtertrag über das Jahr
  • Südwestfassaden: Gute Nachmittagsproduktion, hoher Eigenverbrauch
  • Südostfassaden: Morgenproduktion, ideal für Frühverbraucher
  • Ost-/Westfassaden: Kombiniert für gleichmäßige Tagesproduktion

Nordfassaden sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll (z.B. bei bifazialen Modulen mit reflektierender Umgebung).

Elektrische Installation und Erdung

Wie bei allen PV-Anlagen ist die ordnungsgemäße Erdung auch bei Fassadenanlagen unverzichtbar. Verwenden Sie Erdungskabel mit 10mm² Querschnitt für durchgehende Potentialausgleichsverbindungen.

Besonderheiten bei Fassaden

  • Längere Kabelwege zur Dachdurchführung oder zum Technikraum
  • Kabel müssen UV-geschützt und wetterfest verlegt werden
  • Bei Metallunterkonstruktionen: Potentialausgleich zur Fassade herstellen
  • Berücksichtigung der Blitzschutzzone bei vorhandenen Blitzschutzanlagen

Modulauswahl für Fassaden

Nicht jedes Modul eignet sich gleich gut für Fassadenanwendungen. Wichtige Kriterien:

  • Ästhetik: Vollschwarze Module (Black-on-Black) für hochwertige Optik
  • Rahmenstärke: Stabile Rahmen für vertikale Montage
  • Gewicht: Leichtere Module reduzieren die Fassadenlast
  • Bifaziale Module: Nutzen reflektiertes Licht von der Umgebung
  • Glas-Glas-Module: Höhere Stabilität und Langlebigkeit

Rechtliche Aspekte und Genehmigung

Fassadenanlagen unterliegen oft strengeren Genehmigungsverfahren als reine Dachanlagen:

Zu klärende Punkte

  • Baugenehmigung: In vielen Bundesländern erforderlich, besonders bei sichtbaren Fassaden
  • Denkmalschutz: Bei denkmalgeschützten Gebäuden oft nicht genehmigungsfähig
  • Gestaltungssatzungen: In Altstädten und besonderen Wohngebieten zu beachten
  • Brandschutz: Abstände zu Nachbargebäuden und Fluchtwegen
  • Blendwirkung: Mögliche Beeinträchtigung von Nachbarn oder Verkehr

Mietobjekte und WEG

Bei Mietobjekten benötigen Sie die Zustimmung des Eigentümers. In Wohnungseigentümergemeinschaften muss die Eigentümerversammlung zustimmen – seit 2020 mit erleichterter Mehrheit bei baulichen Veränderungen für PV-Anlagen.

Kombination mit anderen Montagearten

Besonders wirtschaftlich wird Fassaden-PV in Kombination mit anderen Systemen:

Dach + Fassade: Kombination aus Ziegeldach- oder Flachdach-Anlage mit Südfassade ergibt ausgeglichene Jahresproduktion. Das Dach liefert im Sommer, die Fassade verstärkt die Winterproduktion.

Mehrere Fassaden: Ost-, Süd- und Westfassaden kombiniert sorgen für gleichmäßige Produktion von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – ideal für hohen Eigenverbrauch.

Wartung und Reinigung

Fassadenmodule verschmutzen weniger als Dachmodule, da Regen die vertikalen Flächen gut reinigt. Dennoch sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll:

  • Jährliche Sichtkontrolle auf Beschädigungen
  • Überprüfung der Befestigungselemente
  • Reinigung bei starker Verschmutzung (z.B. in Industriegebieten)
  • Kontrolle der elektrischen Verbindungen

Der Vorteil: Die Wartung ist deutlich einfacher als bei Dachanlagen, da oft vom Boden oder von innen über Fenster zugänglich.

Wirtschaftlichkeit von Fassadenanlagen

Trotz geringerem spezifischen Ertrag können Fassadenanlagen wirtschaftlich sein:

  • Erschließung zusätzlicher Flächen ohne Dachkonkurrenz
  • Höherer Eigenverbrauch durch Winterproduktion
  • Einsparung bei Fassadenmaterialien (Module als Fassadenelement)
  • Wertsteigerung der Immobilie durch moderne Energietechnik
  • Imagegewinn durch sichtbare Nachhaltigkeit

Fazit: Fassaden als unterschätztes Potenzial

Fassaden-PV erschließt Flächen, die sonst ungenutzt blieben. Besonders in Kombination mit Dachanlagen entsteht ein ausgewogenes Gesamtsystem mit ganzjährig hoher Produktion. Die vertikale Montage erfordert zwar besondere Planung und robuste Befestigungssysteme, bietet aber auch einzigartige Vorteile wie Schneefreiheit und optimale Wintererträge.

Bei Jura Alutec finden Sie robuste Befestigungskomponenten wie den

Gewerbe oder Privatkunde?

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Befreiung von der Mehrwertsteuer:

  • Privatkunde mit Anschrift in Deutschland
  • Solaranlage bis 30kwH
  • wohnungsnahe Errichtung der Anlage
  • gewerblicher Weiterverkauf ausgeschlossen

Keine Befreiung von der Mehrwertsteuer:

  • Geschäftskunde
  • Anschrift außerhalb Deutschlands
  • Solaranlage größer als 30 kwH