Montagesysteme für Fassaden – vertikale Solarmontage als Chance
Die senkrechte Installation von Solarmodulen an Gebäudewänden ist platzsparend, architektonisch ansprechend und nutzt ungenutzte Flächen effizient – zusätzlich bietet sie Schutz vor Witterungseinflüssen. Damit schaffen Sie neue Energiepotenziale an Privat- und Gewerbeimmobilien.
In dieser Kategorie finden Sie u. a. Aluminiumrohr 3.000 mm, Blitzschutzklemmen, verstellbare Edelstahl-Dachhaken, KLIX-Endklemmen 30 mm, Mittelklemmen 26 mm, Hammerkopfschrauben, Kabelclips Rail sowie Potentialausgleichklemmen.
Die Fassade als Standort für Photovoltaik-Module gewinnt zunehmend an Bedeutung – besonders bei Gewerbeimmobilien, Mehrfamilienhäusern und modernen Wohngebäuden. Wenn das Dach bereits belegt, ungünstig ausgerichtet oder statisch begrenzt ist, bieten Fassadenflächen eine attraktive Alternative. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was bei der Montage von PV-Anlagen an Fassaden zu beachten ist und welche besonderen Vorteile diese Installationsart bietet.
Fassadenmontierte Solarmodule erschließen Flächen, die sonst ungenutzt blieben. Anders als bei Dachanlagen bieten Fassaden-Installationen mehrere spezifische Vorteile:
Fassadenanlagen sind besonders attraktiv bei:
Die Montage an Fassaden erfordert robuste Befestigungssysteme, die verschiedene Fassadentypen berücksichtigen. Der bewährte Edelstahl-Dachhaken mit 3-fach-Verstellbarkeit eignet sich hervorragend auch für die Fassadenmontage und bietet maximale Flexibilität bei der Ausrichtung und Höhenanpassung.
Massive Wände (Mauerwerk, Beton):
Bei massiven Fassaden erfolgt die Befestigung mit Schwerlastankern und Abstandhaltern. Die verstellbaren Dachhaken werden auf eine Unterkonstruktion montiert, die mit chemischen Ankern oder Schwerlastdübeln in der Wand verankert ist. Dies ermöglicht eine präzise Ausrichtung und schafft den notwendigen Abstand zur Wand für Hinterlüftung.
Hinterlüftete Fassaden:
Bei hinterlüfteten Fassadensystemen erfolgt die Befestigung direkt an der tragenden Unterkonstruktion. Dies erfordert eine genaue Vermessung der Lattung oder Aluprofile. Die Montage ist hier einfacher, da die Befestigungspunkte bereits vorhanden sind.
Vorgehängte Fassaden:
Bei vorgehängten Fassadensystemen können die PV-Module teilweise direkt in das bestehende Fassadensystem integriert werden. Hier ist eine enge Abstimmung mit dem Fassadenhersteller erforderlich.
Ähnlich wie bei Flachdach-Installationen kommen auch bei Fassaden Aluminiumprofile zum Einsatz. Für die horizontale oder vertikale Schienenführung eignen sich die robusten Profile aus unserem Sortiment. Die Verbindung mehrerer Profile erfolgt mit stabilen Schienenverbindern für durchgehende Trägerkonstruktionen.
Fassadenmontagen sind deutlich höheren Windlasten ausgesetzt als Dachanlagen. Die Module stehen exponiert und müssen sowohl Sogkräfte (Wind zieht an der Rückseite) als auch Druckkräfte (Windanprall von vorne) aufnehmen können.
Eine statische Berechnung durch einen Fachingenieur ist bei Fassadenanlagen unerlässlich. Diese berücksichtigt alle Lastfälle und gibt Ihnen Sicherheit für die gesamte Anlagenlebensdauer.
Vertikale Module erzielen nicht den gleichen spezifischen Ertrag wie optimal geneigte Dachmodule – dafür bieten sie andere Vorteile:
Ideale Fassadenausrichtungen sind:
Nordfassaden sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll (z.B. bei bifazialen Modulen mit reflektierender Umgebung).
Wie bei allen PV-Anlagen ist die ordnungsgemäße Erdung auch bei Fassadenanlagen unverzichtbar. Verwenden Sie Erdungskabel mit 10mm² Querschnitt für durchgehende Potentialausgleichsverbindungen.
Nicht jedes Modul eignet sich gleich gut für Fassadenanwendungen. Wichtige Kriterien:
Fassadenanlagen unterliegen oft strengeren Genehmigungsverfahren als reine Dachanlagen:
Bei Mietobjekten benötigen Sie die Zustimmung des Eigentümers. In Wohnungseigentümergemeinschaften muss die Eigentümerversammlung zustimmen – seit 2020 mit erleichterter Mehrheit bei baulichen Veränderungen für PV-Anlagen.
Besonders wirtschaftlich wird Fassaden-PV in Kombination mit anderen Systemen:
Dach + Fassade: Kombination aus Ziegeldach- oder Flachdach-Anlage mit Südfassade ergibt ausgeglichene Jahresproduktion. Das Dach liefert im Sommer, die Fassade verstärkt die Winterproduktion.
Mehrere Fassaden: Ost-, Süd- und Westfassaden kombiniert sorgen für gleichmäßige Produktion von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – ideal für hohen Eigenverbrauch.
Fassadenmodule verschmutzen weniger als Dachmodule, da Regen die vertikalen Flächen gut reinigt. Dennoch sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll:
Der Vorteil: Die Wartung ist deutlich einfacher als bei Dachanlagen, da oft vom Boden oder von innen über Fenster zugänglich.
Trotz geringerem spezifischen Ertrag können Fassadenanlagen wirtschaftlich sein:
Fassaden-PV erschließt Flächen, die sonst ungenutzt blieben. Besonders in Kombination mit Dachanlagen entsteht ein ausgewogenes Gesamtsystem mit ganzjährig hoher Produktion. Die vertikale Montage erfordert zwar besondere Planung und robuste Befestigungssysteme, bietet aber auch einzigartige Vorteile wie Schneefreiheit und optimale Wintererträge.
Bei Jura Alutec finden Sie robuste Befestigungskomponenten wie den
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